Belgischer Winter, Griechischer Sommer
Verkatert fuhr ich im klapprigen Bandbus nach Maastricht, Holland. Das ist an der Belgischen Grenze. Die acht Stunden Fahrt reichten knapp, um die Hälfte des Tequillakaters zu bekämpfen. Den Rest schwitzte ich am Abend auf der Bühne heraus. Neben den DelHabs und mir standen an diesem Abend noch etliche verrückte Holländische Crews auf der Bühne und wärmten das Publikum auf. Gudrun, mein Loopgerät, und ich hatten eine tolle Zeit und unser Fahrer Freddy fühlte sich heimelig, da wir in seiner Heimat Belgien übernachteten. Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Freddy und flogen in 3,5 Stunden nach Athen. Während dem Flug erteilte DJ Tray, die Riesenschildkröte, dem Knackeboul, dem nervösen Wiesel, eine Lektion in “Nicht bewegen und einfach sein”


War es in Belgien noch Winter, so erwarteten uns in Athen Sonne, 20 Grad und eine laue Meeresbrise. Athen ist eng und hektisch, aber auch schön und stylisch. Am Abend kreischten fünfhundert von Uso betäubte Griechen ein munteres “Was isch los mit euch?” in den Saal und ich verhinderte erfolgreich, dass mich die Delinquent Habits ein weiteres Mal abfüllten. Dafür wurden sie abgefüllt von den Griechen und ihrem Uso und die Heimfahrt durch Athens Strassen war ein Actionmovie. Auch am nächsten Abend in Thessaloniki war wieder eine Menge Uso im Spiel. Die Location war gigantisch und sehr edel. Trotzdem hatte jeder zweite Besucher eine Petflasche Hochprozentiges am Start. Das Konzert war mit oder ohne Alkohol ein voller Erfolg. Gudrun war zwar etwas beleidigt, weil man sie für ein männliches Wesen namens Budrum hielt, aber der tobende Applaus machte alles wieder gut. Am Abend bereiteten uns die Griechen auf unsere bevorstehende Mazedonien-Reise vor, indem sie uns jede Menge Räubergeschichten über die Grenze und die Hauptstadt Skopje erzählten. Das konnte ja heiter werden!
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